TSG Sprendlingen

SPRENDLINGEN. Es wird das größte Fußballspiel in der jüngeren Vereinsgeschichte der TSG Sprendlingen. Am Mittwoch (Anpfiff 18 Uhr) trifft die D1-Jugendmannschaft im Achtelfinale des Kreispokalwettbewerbs auf die U12-Junioren des 1.FSV Mainz 05. Das ist exakt die Mainzer Mannschaft des Jahrgangs 2004, die den ersten Sprendlingen-Cup vor zwei Jahren für sich durch ein 1:0 im Finale gegen die Vertretung des 1.FC Köln entscheiden konnte. Für das TSG-Team und vor allem für Trainer Michael Honig als Cup-Organisator schließt sich damit ein Kreis.

Seither gibt es auch eine Freundschaft der Sprendlinger mit den großen Vorbildern. Ein Testspiel wurde im vergangenen Jahr „nur“ 1:5 verloren. „Wir haben Respekt, aber keine Angst. Die Jungs sind wild entschlossen, glauben an sich und ein Weiterkommen“, gibt Honig seinen Kickern die richtige Einstellung mit. Erfolge in den ersten Runden gegen die Mädels von Schott Mainz (4:0) und gegen den TV 1817 Mainz II (4:1) lassen die Kicker des aktuellen Tabellendritten der Kreisliga Rheinhessen Nord träumen. Zumal auch die letzten Testspielergebnisse stimmten: Gegen die Landesligist Phönix Schifferstadt gab es ein 2:2, gegen die TSG Mainz-Bretzenheim (ebenso aus der Landesliga) wurde nur knapp 0:1 verloren. Damit ergeben sich die Ambitionen: „Wir wollen die Partie so lange wie möglich offen halten“, sagt Honig. Der kennt die meisten seiner Pappenheimer seit der U6, seit 2009. Zumal die allermeisten aus Sprendlingen kommen, lediglich zwei Spieler stammen aus Partenheim.

Die TSG hat sich mit ihrem Engagement in den letzten Jahren im Jugendbereich einen Namen gemacht. Die D-Jugend profitiert dabei auch von Übungen, die der Noch-Trainer des TSV Schott Mainz, Ali Cekici, für seinen Freund Honig entwarf. „Alles in allem sind wir ein super-homogenes Team, bestätigte Honigs Co-Trainer Olli Fruck und freut sich mit dem Team über die neue Trainingsausstattung vom Kfz-Team Sittler.

Die D-Junioren sind jedenfalls überzeugt, die „Sensation“ schaffen zu können. Torwart Leon etwa fordert, dass seine Vorderleute defensiv gut stehen und wenig zulassen. „Dann rechnen wir uns schon was aus“, sagt der Sohn des Trainers. Daniel sieht das aus dem Mittelfeld heraus ähnlich: „Wir müssen saubere, ordentliche Pässe spielen und zeigen, dass wir eine geschlossene Mannschaft sind“, gibt er den Fahrplan gegen den „besonderen Gegner“ aus. Die Chancen, die sich irgendwann ergeben, müsse man nutzen. Ähnlich gehen die Spielführer Roman und Maurice in die Partie. Vor Namen haben sie keine Angst. „Wir lassen uns bestimmt nicht abschießen“, erklärt Roman, der viele erste Bälle gewinnen will und auf den eigenen Ballbesitz vertraut, „damit die uns hinterherlaufen müssen“. Nach zweimal 30 Minuten am Mittwochabend steht fest, ob Honigs Jungs die Überraschung geglückt ist.

 

Bericht von Jochen Werner